Planung, Aufbau und Betrieb
eines hochsicheren Netzes
Teil 4: Planungsphase

2 Minute Lesezeit
  • Hochsichere Netze
  • Projektmanagement

Willkommen zu Teil 4 unserer Blogreihe, die dich mit den verschiedenen Projektphasen aus Planung, Aufbau und Betrieb eines hochsicheren Telekommunikationsnetzes bekannt macht.

Was bisher geschah…

Du hast inzwischen einen Vertrag für den Aufbau und Betrieb deines hochsicheren Netzes mit einem Telekommunikationsdienstleister geschlossen. Den Vertrag hast du so verhandelt, dass er die Anforderungen aus Designstudie und Konzeptphase widerspiegelt und eine präzise Leistungsbeschreibung umfasst.

Was erwartet dich in der Planungsphase?

In dieser Phase bereitet sich der Auftragnehmer auf die Umsetzung der im Vertrag beschriebenen Leistungen vor. Konkret bedeutet es, dass das Telekommunikationsunternehmen einen Plan für den Aufbau deines hochsicheren Netzes erstellt. Diese Phase endet mit deiner Freigabe für den erstellten Plan.

Welche Aufgabe hast du in der Planungsphase?

Während der Auftragnehmer den Aufbau des Netzes plant, ist es deine Aufgabe zu überprüfen, ob seine Überlegungen mit den vertraglich vereinbarten Anforderungen übereinstimmen und wenn nötig Änderungen vorzunehmen. Indem du die Planungsphase begleitest, legst du die Grundlage für eine kooperative Umsetzung des Vertrags.

Insbesondere solltest du darauf achten, dass

  • inakzeptable Abweichungen vom Konzept frühzeitig erkannt und vermieden werden
  • Missverständnisse bei der Interpretation der geschuldeten Leistungen geklärt werden
  • ein Konsens gefunden wird, wenn Anpassungen der geschuldeten Leistungen notwendig sind
  • der gegenseitige Kenntnisstand kontinuierlich abgeglichen wird
  • die Planung die Sicherheitsvorgaben erfüllt
  • die Abnahmekriterien und Abnahmeprozeduren gemeinsam definiert werden
  • eine zügige Freigabe der Planung möglich ist

Unsere Erfahrungen und Tipps:

  1. Falls es sich bei dem Auftragnehmer um ein Generalunternehmen handelt, sind die Überwachung und Bewertung der Planung elementar für den Projekterfolg. Das liegt daran, dass ein Generalunternehmen in der Lage ist, Leistungen abweichend vom Vertrag umzusetzen und dennoch scheinbar die Gesamtleistung erbracht zu haben. Dazu gehören zum Beispiel betriebliche Maßnahmen, mit denen technische Defizite kompensiert werden sollen (Beispiel: die geforderte automatische Fehlerkorrelation wird durch eine manuelle ersetzt). Diese Veränderungen können jedoch z. B. aufgrund von Sicherheitsvorgaben inakzeptabel sein.
  2. Abweichungen von der Designstudie, dem Konzept oder dem Vertrag kannst du während der Planungsphase zeitneutral korrigieren. Abweichungen, die du erst nach der Freigabe der Planung erkennst, kannst du bestenfalls mit erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand korrigieren.
  3. Voraussetzung dafür, dass du den Auftragnehmer kontrollieren und steuern kannst, sind die vertraglich geregelten Steuerungs- und Vetorechte.
  4. Damit du die Planungsphase sinnvoll begleiten kannst, ist es erforderlich, dass du den Hintergrund, Inhalt und Gesamtzusammenhang des Leistungsgegenstands aus Designstudie, Konzept und Vertrag kennst.

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Teil 3: Vertrag

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